Substratfangbleche für Bachverrohrungen

Substratfangbleche für Bachverrohrungen

Substratfangbleche für Bachverrohrungen

Naturnahe Sohle in bestehenden Bachverrohrungen herstellen

Maßgefertigte Substratfangbleche halten Kies und Sediment im Rohr zurück und schaffen Lebensraum für Flora und Fauna.

Für Sanierung und Neubau ab DN 600.

Projektspezifisch ausgelegt · V2A/V4A nach Wasserbelastung · Lieferung oder Montage

Ausgelegt ab DN 600

Material passend zur Wasserbelastung (V2A/V4A)

Konstruktion nach Projektanforderung

Für Sanierung und Neubau

Was sind Substratfangbleche?

Das Bauteil im Überblick

Substratfangbleche sind Bauteile aus hochwertigem Edelstahl, die quer im Rohr montiert werden. Sie halten Sedimente und Kies gezielt zurück, sodass sich anstelle der sonst blanken Rohrsohle eine stabile Substratschicht bildet.

Das Produkt kann die ökologische Durchgängigkeit unterstützen. Zu berücksichtigen sind das Gefälle, die Fließgeschwindigkeit, Wassertiefe, Abstürze sowie die Ein- und Auslaufgestaltung.

Robuste Edelstahlkonstruktion

Gefertigt aus korrosions- oder säurebeständigem Edelstahl (V2A/V4A), passgenau an den Rohrradius angepasst.

Passgenau konstruiert

Unser Blechsystem ist für Nennweiten ab DN 600 ausgelegt — jede Größe wird individuell für Ihr Projekt gefertigt.

Funktionsprinzip

So funktionieren Substratfangbleche

Quer zur Fließrichtung eingebaut, bremsen die Bleche das Wasser lokal ab und schaffen so die Grundlage für ein stabiles, natürliches Substratbett.

Skizze des Systemaufbaus. Auch eine Terrassenbildung ist möglich.

Blech bremst die Strömung lokal ab
Quer zur Fließrichtung eingebaut, reduziert das Blech die Fließgeschwindigkeit am Rohrgrund.

Substrat lagert sich ab
Sand, Kies und Feinmaterial setzen sich natürlich ab oder werden künstlich eingebracht. Sie bilden ein stabiles, kaum auswaschbares Substratgefüge.

Lebensraum und Durchgängigkeit entstehen
Die naturnahe Sohle bildet die Grundlage für Kleinlebewesen und ermöglicht die Passage für Fische und Amphibien. Optional können die Bleche gelocht werden, um einen Milieuaustausch auch zwischen den Blechen zu ermöglichen.

Passgenaue Fixierung im Rohr
Je nach Rohrmaterial (Beton, GFK, Wellblech- oder Stahlrohre) und Nennweite wird die Befestigung individuell ausgelegt — verschraubt, verklebt oder über Ankerbolzen.

Warum das wichtig ist

Verrohrte Bachabschnitte unterbrechen oft den natürlichen Lebensraum im Gewässer: Auf blankem Beton oder GFK können sich weder Kleinlebewesen ansiedeln noch Fische und Amphibien ungehindert passieren. Das widerspricht zunehmend gesetzlichen Anforderungen an die ökologische Durchgängigkeit von Gewässern — und wird deshalb in immer mehr Ausschreibungen und Genehmigungsverfahren explizit gefordert. Je nach Planungsbüro oder Leitfaden ist dabei von Querriegeln, Substratsicherung oder Sohlsubstratsicherung die Rede; gemeint ist im Kern dieselbe Bauteilfunktion.

Substratfangbleche schaffen hier auf einfache Weise Abhilfe: Sie halten Sediment und Substrat gezielt im Rohr zurück, sodass sich eine naturnahe Sohle bildet — ohne die Verrohrung selbst verändern oder neu bauen zu müssen. Das macht sie zu einer wirtschaftlichen Lösung sowohl für Neubauprojekte als auch für die nachträgliche ökologische Aufwertung bestehender Bauwerke.

Einsatzbereiche & Nennweiten

Wo Substratfangbleche eingesetzt werden

Substratfangbleche sind besonders dort geeignet, wo Bäche oder Gräben verrohrt sind — etwa unter Straßen, Zufahrten oder in technischen Anlagen, die eine Durchgängigkeit erfordern.

Nennweite

Ausgelegt ab DN 600, projektspezifisch konstruiert

Rohrmaterial

Stahlbeton, Wellblechrohre oder GFK

Einsatzort

Verrohrte Bachabschnitte unter Straßen, Zufahrten, technischen Anlagen

Alternative bei DN 400–500

Strukturierte Rohrsohlen oder Einschübe
(siehe Infobox)

Artikel Nenndurchmesser Werkstoff
SFKR100 DN 1000 Edelstahl V2A (1.4301) — für übliche Wasserbelastung
SFSR100 DN 1000 Edelstahl V4A (1.4571) — bei erhöhter Wasserbelastung (z. B. Chloridgehalt, pH-Wert, Temperatur)
SFKRxxx Wunschdurchmesser Edelstahl V2A (1.4301) — für übliche Wasserbelastung
SFSRxxx Wunschdurchmesser Edelstahl V4A (1.4571) — bei erhöhter Wasserbelastung (z. B. Chloridgehalt, pH-Wert, Temperatur)

💡 Fragen Sie den Artikel mit Ihrer Wunsch-DN an.

Substratfangbleche für Rohre < DN600

Eine Montage einzelner Bleche wird durch kleine Nennweiten erschwert. Für diesen Fall sind einschiebbare Konstruktionen dienlicher, die - ähnlich einer Leiter - vollständig in das Rohr eingeschoben werden und Etappenweise über fest montierte Bleche verfügen. Eine Montage erfolgt dann lediglich an den Kanaleingängen und Ausgängen.

Gerne beraten wir Sie individuell!

Vorgefertigte Holm-Substratblech-Einschubkonstruktion mit endseitiger Bodenverankerung

Material

Edelstahl passend zur Belastung

Je nach Wasserbelastung kommt unterschiedlicher Edelstahl zum Einsatz. Maßgeblich sind unter anderem Wasserchemie, Chloridgehalt, pH-Wert, Temperatur, Spaltbereiche und konstruktive Ausführung.

Nach Abwägung dieser Details wird die Wahl getroffen zwischen:

Korrosionsbeständiger Edelstahl / V2A

Für Standardanwendungen mit üblicher Wasserbelastung, z. B. Werkstoff 1.4301.

Säurebeständiger Edelstahl / V4A

Bei erhöhter Wasserbelastung — etwa hohem Chloridgehalt, niedrigem pH-Wert, erhöhten Temperaturen oder konstruktiv bedingten Spaltbereichen — für dauerhafte Funktionssicherheit, z. B. Werkstoff 1.4571.

Für Planer

Technische Eckdaten für die Planung

Für die Übernahme in Planung oder Ausschreibung fassen wir die wichtigsten technischen Rahmenbedingungen zusammen.

Regulatorischer Hintergrund

Leitfäden zur ökologischen Durchgängigkeit (u. a. DIN 19661-1 sowie DWA-Empfehlungen) fordern für Durchlässe eine sohlengleiche Anbindung an Ober- und Unterwasser sowie eine durchgehende, gewässertypische Sohle mit natürlichem Substrat. Substratfangbleche unterstützen genau diese Anforderung innerhalb bestehender oder neuer Verrohrungen.

Blechhöhe & Substratauflage

150–200 mm, je nach Nennweite und Projektvorgabe. Auch bei geringerer Erstbefüllung pendelt sich der Substratpegel durch natürlichen Sedimenteintrag auf Oberkante Blech ein; höher lagert sich Substrat erfahrungsgemäß nicht dauerhaft ab.

Blechabstände

Richten sich nach Rohrgröße, Wassermenge und Fließgeschwindigkeit — bei höherer Fließgeschwindigkeit wird Substrat auf größerer Länge verstärkt abgetragen, sodass zusätzliche Bleche sinnvoll werden. Eine pauschale Abstandsangabe ist fachlich nicht seriös; die Anzahl wird projektspezifisch ermittelt.

Hochwasser & Verklausung

Die Blechhöhe überschreitet bewusst nicht 200 mm, damit Treibgut (z. B. Äste) nicht aufstaut und bei Hochwasser ausreichend Durchfluss erhalten bleibt. Diese Höhe reicht zugleich aus, damit sich Wasserpflanzen ansiedeln und ein einheitlicher Wasserpegel für die faunistische Durchgängigkeit entsteht.

Wartung & Inspektion

Das Rohr bleibt frei zugänglich; eine Kontrolle nach Starkregen oder Hochwasserereignissen wird empfohlen. In Kombination mit Rohrgittern oder Grobrechen lässt sich der Treibguteintrag von vornherein deutlich reduzieren.

Befestigung

Je nach Rohrmaterial und Platzverhältnissen z. B. Klebeanker, Ankerbolzen, Fußflansch oder Verschraubung — typischerweise über 3 Befestigungspunkte, V-förmig versetzt oder auskragende Laschen.

Lieferumfang

Bauteile zur Lieferung, auf Wunsch einschließlich abgestimmter Befestigungsmittel. Eine Montage kann optional durch unser Team abgestimmt werden.

Einbindetiefe des Rohrs

Leitfäden zur ökologischen Durchgängigkeit empfehlen, Durchlässe mit geschlossenem Profil mindestens 10 cm bzw. 1/10 des Durchmessers – idealerweise 30–40 cm oder tiefer – unter die natürliche Gewässersohle einzubinden, mit sohlengleicher Anbindung an Ober- und Unterwasser. Diese Tiefe bestimmt, wie viel Raum für die Substratauflage im Rohr zur Verfügung steht, und ist bei Neubauten entsprechend zu berücksichtigen.

Hydraulische Auslegung

Die Auslegung erfolgt stets projektspezifisch auf Basis der Eingangsdaten Ihres Vorhabens.

Geeignete Rohrmaterialien

Stahlbeton, GFK, Wellblech und Stahlrohre.

Für ein Angebot benötigen wir folgende Eckdaten Ihres Projekts:

  • Nennweite/Rohrdurchmesser (DN)
  • Rohrmaterial (Beton, GFK, Stahl, Wellblech)
  • Sohlgefälle
  • Bemessungsabfluss bzw. hydraulische Kennwerte
  • Wasserbelastung (temporär oder dauerhaft) — entscheidend für die Materialwahl (V2A/V4A)
  • Zugänglichkeit und Platzverhältnisse vor Ort

Sollten Ihnen einzelne Angaben noch nicht vorliegen, unterstützen wir Sie gerne bei der Ermittlung — sprechen Sie uns einfach an.

Substratfangblech aus Edelstahl - Werkstoff 1.4301 (V2A) / 1.4571 /V4A)

Substratfangblech zur Sicherung des Sohlsubstrates in einer Rohrleitung DN xxx , bestehend aus einem Dübelflansch aus Flachmaterial - vorgerundet auf den Rohrradius – mit darin eingeschweißtem Trennsegment aus [Blech/Lochblech] aus Edelstahl gleicher Güte, Blechstärke 4 mm,  Blechhöhe [150/200] mm ab Rohrsohle zur Aufnahme der Substratauflage.
Befestigung über [Klebeanker, Ankerbolzen, Schrauben] M __ durch/in die Rohrwandung aus [Rohrart: GFK, Stahlbeton, Wellblech, Stahl].
Bauteil unter Schutzgas geschweißt und im Vollbad gebeizt und passiviert.

Fabrikat: KLAT-System
Artikel: SFKRxxx o. glw.
X Stck.

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